Entkalkungsanlage im Mehrfamilienhaus
Im Mehrparteienhaus ist die zentrale Entkalkungsanlage die wirtschaftlichste Lösung. Eine Anlage versorgt alle Wohnungen und ist pro Einheit günstiger als Einzellösungen. Allerdings gibt es rechtliche und organisatorische Besonderheiten, die Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen kennen sollten.
Preisspannen nach Hausgröße
| System | Gerät | Installation | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 4–8 Wohneinheiten | 2.800 – 4.500 € | 1.000 – 1.800 € | 3.800 – 6.300 € |
| 8–15 Wohneinheiten (Duplex) | 4.000 – 7.500 € | 1.500 – 2.500 € | 5.500 – 10.000 € |
| 20+ Wohneinheiten | 6.000 – 14.000 € | 2.000 – 4.000 € | 8.000 – 18.000 € |
4–8 Wohneinheiten
- Gerät
- 2.800 – 4.500 €
- Installation
- 1.000 – 1.800 €
- Gesamt
- 3.800 – 6.300 €
8–15 Wohneinheiten (Duplex)
- Gerät
- 4.000 – 7.500 €
- Installation
- 1.500 – 2.500 €
- Gesamt
- 5.500 – 10.000 €
20+ Wohneinheiten
- Gerät
- 6.000 – 14.000 €
- Installation
- 2.000 – 4.000 €
- Gesamt
- 8.000 – 18.000 €
Duplex-Anlagen empfohlen ab 8 Wohneinheiten für kontinuierliche Weichwasser-Versorgung.
Pro Wohneinheit liegen die Kosten damit zwischen 300 und 900 Euro, deutlich günstiger als eine Einzellösung pro Wohnung (1.300 bis 3.500 €).
Zentrale vs dezentrale Lösung
Vorteile der zentralen Anlage
- Günstiger pro Wohneinheit (Skaleneffekt)
- Alle Wohnungen profitieren (Bäder, Küchen, Waschraum)
- Längere Lebensdauer der Gemeinschafts-Heizung, der Steigleitungen und Boiler
- Einheitliche Wasserqualität im ganzen Haus
Nachteile
- Höhere Einstiegsinvestition (Beschlussfähigkeit der Eigentümer nötig)
- Anlage muss dimensioniert werden auf Spitzenverbrauch (mehrere Wohnungen duschen gleichzeitig)
- Verantwortlichkeit für Wartung muss geregelt sein (Hausverwaltung)
Rechtliche Aspekte in Österreich
Bei Wohnungseigentum gilt das Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Eine zentrale Entkalkungsanlage ist eine bauliche Veränderung der Liegenschaft und bedarf grundsätzlich der Zustimmung der Eigentümergemeinschaft.
Wartung und Betrieb
Eine zentrale Anlage braucht 1- bis 2-mal pro Jahr Wartung durch einen Fachbetrieb. Typische Punkte: Salz nachfüllen (alle 6 bis 10 Wochen bei einem 12-Parteien-Haus), Steuerung prüfen, Harzleistung messen, Dichtungen kontrollieren.
Die Wartung kostet für eine mittlere Anlage 200 bis 400 Euro pro Jahr, plus Salzverbrauch von 150 bis 400 Euro. Pro Wohnung sind das 40 bis 80 Euro laufende Kosten pro Jahr, die sich durch verlängerte Lebensdauer von Geschirrspüler, Boiler und Leitungen mehr als amortisieren.