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Aktualisiert am 18. April 2026

Ist Kalk im Wasser ungesund

Rund um hartes Wasser und Entkalkung kursieren viele Mythen, die oft die Kaufentscheidung beeinflussen. Diese Seite trennt Fakt von Fiktion, basierend auf WHO-Empfehlungen, medizinischen Studien und österreichischen Trinkwasservorgaben.

Die wichtigsten Fakten vorab

  • Kalk ist nicht giftig, sondern besteht aus Calcium und Magnesium, beides essenzielle Mineralstoffe.
  • Hartes Wasser ist in Österreich unbedenklich und erfüllt die Trinkwasserverordnung.
  • Die WHO empfiehlt eine gewisse Mindest-Wasserhärte für die Calcium-Versorgung.
  • Entkalktes Wasser (Ionentauscher) ist ebenfalls gesund, in normalen Mengen unbedenklich.
  • Nierensteine werden nicht durch hartes Wasser verursacht, sondern primär durch Ernährung und Veranlagung.

Ist Kalk im Wasser ungesund

Die kurze Antwort: Nein. Die Härtebildner sind Calcium und Magnesium. Beides sind lebensnotwendige Mineralstoffe, die wir ohnehin über die Nahrung aufnehmen müssen. In 1 Liter Wasser mit 20°dH stecken etwa 80 mg Calcium und 20 mg Magnesium, das sind:

  • 8 bis 10 % des Tagesbedarfs Calcium (1.000 mg)
  • 5 bis 7 % des Tagesbedarfs Magnesium (400 mg)

Hartes Wasser trägt also messbar zur Mineralstoff-Versorgung bei. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt in ihren Trinkwasser-Leitlinien sogar eine Mindest-Härte von 2 bis 4°dH, um Calcium-Mangel zu vermeiden.

Mythen im Check

Mythos: Hartes Wasser macht Nierensteine

Falsch. Nierensteine bestehen zu 80 Prozent aus Calciumoxalat. Der Oxalat-Anteil kommt aus der Nahrung (Rhabarber, Spinat, Mandeln). Mehrere Studien zeigen sogar, dass Wasserreiche-Aufnahme (auch hartes) das Nierenstein-Risiko senkt, weil Urin verdünnt wird.

Mythos: Hartes Wasser verursacht Verkalkung der Adern

Falsch. Arteriosklerose ("Verkalkung") hat mit Wasser-Kalk nichts zu tun, sondern entsteht durch Cholesterin-Ablagerungen und Entzündungsprozesse. Der Name ist irreführend.

Mythos: Hartes Wasser schädigt die Haut

Teilweise richtig. Hartes Wasser kann bei empfindlicher Haut zu Trockenheit führen, weil Seife schlechter ausgespült wird und Rückstände auf der Haut bleiben. Dies ist ein Komfort-Thema, aber keine medizinische Gefahr.

Mythos: Kalk im Wasser ist für Nieren ungesund

Falsch. Die Nieren filtern Calcium aus dem Blut in den Urin, wenn zu viel aufgenommen wurde. Das belastet die Nieren gesunder Menschen nicht. Nur bei bestehender Nierenerkrankung kann eine Calcium-Reduktion sinnvoll sein, dann in Absprache mit dem Arzt.

Enthärtetes Wasser trinken, ist das sicher

Ja, für gesunde Erwachsene in normalen Mengen. Beim Ionentauscher werden Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht. Die Natrium-Menge bleibt meist unter 150 mg/l, deutlich unter der WHO-Empfehlung von 200 mg/l.

Für einen durchschnittlichen Erwachsenen mit 2 Liter Trinkwasser pro Tag erhöht sich die Natrium-Aufnahme um etwa 200 bis 300 mg. Das entspricht einer halben Semmel oder einer kleinen Portion Käse.

Empfehlung für Babynahrung

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gilt in Österreich die Empfehlung, entweder:

  • Natriumarmes Mineralwasser zu verwenden (auf Flasche "geeignet für Säuglingsnahrung")
  • Oder abgekochtes Leitungswasser, nach 2 Minuten Wasserlauf frisch entnommen
  • Oder Umkehrosmose-gefiltertes Wasser mit Remineralisierung

Bei Unsicherheit fragen Sie Ihren Kinderarzt oder die Stillberatung.

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